06. Februar 2019

ISTF 2019 – junge Denkfabrik zu Künstlicher Intelligenz

Beatrice Huber - Technik-Bildung

Am International Swiss Talent Forum treffen sich ab heute bis Samstag 70 junge Menschen aus der ganzen Welt, um die weltweit wichtigsten Debatten über Künstliche Intelligenz einzufangen und zu verdichten.

Das International Swiss Talent Forum (ISTF) sieht sich als politisch unabhängige Denkfabrik für junge Erwachsene im Alter zwischen 18 bis 23 Jahren, die daran interessiert und engagiert sind, sich den universellen und langfristigen Herausforderungen unserer Zeit zu stellen. Organisiert wird das ISTF von Schweizer Jugend forscht. Die SATW ist als wissenschaftliche Partnerin dabei. SATW-Präsident Willy R. Gehrer wird zur Eröffnung des Forums sprechen, Manuel Kugler, Leiter Schwerpunktprogramme Advanced Manufacturing und Künstliche Intelligenz, die Podiumsdiskussion am Donnerstag leiten.

Die Jungforschenden können sich für das ISTF bewerben, wobei die Zahl der Teilnehmenden begrenzt ist. Nur die talentiertesten unter Ihnen – die meisten haben einen wichtigen nationalen Wettbewerb gewonnen – werden eingeladen.

Fünf Challenges zu Künstlicher Intelligenz
Das ISTF dreht sich jeweils um ein aktuelles und weltweit bedeutendes Thema. Die achte Ausgabe, die ab heute, 6. Februar bis Samstag, 9. Februar in Nottwil stattfindet, widmet sich der Künstlichen Intelligenz (KI). Die 70 jungen Menschen aus der Schweiz, aus Europa, den USA und Asien stellen sich einer von fünf Challenges:

«AI Social Media» stellt die Fragen, wie KI die Beziehungen und sozialen Netzwerke der Zukunft gestalten wird, welche neuen Möglichkeiten der Vernetzung sich daraus ergeben, welche Risiken diese Veränderungen bergen und, vor allem, wie wir diese mindern können.

«AI Data Sharing» widmet sich der wichtigen Aufgabe, technische und organisatorische Strukturen zu finden, die den Austausch und die Analyse von Datensätzen ermöglichen und gleichzeitig die Privatsphäre des Einzelnen schützen.

«AI Ethics»: Diese Challenge besteht darin, wie man eine legitime KI im Bereich der freien Meinungsäusserung aufbauen kann.

«AI Mobility» stellt sich dem Problem der Zertifizierung selbstfahrender Fahrzeuge. Es soll eine intelligente Methode entwickelt werden, um selbstfahrende Autos durch die Fahrprüfung der Zukunft zu schicken.

«AI Intellectual Property» begibt sich in eine Welt, in der KI Kreativität beherrscht. Wer besitzt die Rechte an Schöpfungen, die von KI erschaffen werden, und wer gilt dann als Künstler beziehungsweise Erfinder?

Auf dem Weg zum Gipfel, das heisst der Präsentation am Samstag vor Publikum, durchlaufen die Teams drei Zyklen (Briefing und Analyse – Ideenfindung und Kreation – Output und Präsentation). Die Challenger – Spezialistinnen und Spezialisten aus der Forschung oder der Industrie –, welche die real existierenden Aufgabenstellungen formuliert haben, unterstützen die Teams inhaltlich vor Ort und geben abschliessend ihre Beurteilung zu den erarbeiteten Resultaten ab. Jedes Team wird zudem von einem oder mehreren Coaches aus den Bereichen Marketing, Design, Kommunikation, Konzeptentwicklung und Kreation unterstützt. Die Arbeiten werden am Samstag entsprechend professionell präsentiert.

«Unterbrochen» werden die Arbeiten in den Teams durch Vorträge und eine Podiumsdiskussion. So spricht am Abend des ersten Tages der ETH-Professor Roland Siegwart über die Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz speziell in der Robotik. Am Donnerstag gibt Pascal Kaufmann, Neurowissenschaftler und Gründer von Starmind sowie Initiant von Mindfire, ein Impulsreferat und am Freitag Sara Rubinelli, Assistenzprofessorin für «Health Sciences with a focus in Health Communications» an der Universität Luzern. Am Donnerstag findet auch eine Podiumsdiskussion mit den «Challengers», also den Experten auf den Gebieten der fünf Challenges.

Weitere Informationen

Website des International Swiss Talent Forum

Und folgen Sie über Twitter dem ISTF 2019 mit dem Hashag #ISTF19

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